Geschaffen nach dem Bilde Gottes...

 Bild von Gott
Vom Kunstwerk bis zur  Karikatur gibt es viele Bilder von Gott und Göttern in aller Welt. Der Mensch braucht wohl ein anschauliches Bild oder eine charismatische Persönlichkeit, die er anbeten kann, oder eine Autorität, zu der er aufschauen kann.. Die Christen sehen seit dem Konzil zu Nicäa im Jahre 325 nach Chr. in der Person Jesus Gott, obwohl damals darauf hingewiesen wurde, daß dies nur Jesu Geist betreffen kann, nicht jedoch seine irdische Person. Es sind damit alle Statuen und Bilder  nur Hilfskonstrukte, Fantasiegebilde. Ein gleichzeitig überall seiender Schöpfergeist hat keine Gestalt wie ein Mensch und kann nicht abgebildet werden. Man kann  Gott nicht malen, weil er grenzenloser Geist  ist und keine Person. Niemand kann ihn sehen. Aber die christliche Kirche lehrt, daß wir ihn lieben sollen, denn er ist nicht nur unser Schöpfer, sondern auch unser "Vater"  und er liebt uns als seine Kinder und will wiedergeliebt werden.. Aber wie bitte  ist das möglich, ohne ihn zu sehen ?! - Also suchen wir ihn ! Es heißt ja: Wer sucht, der findet !  Geist kann Geist erkennen. Wir wollen das glauben, zumal auch viele Nobelpreisträger und Naturwissenschaftler von seiner Existenz überzeugt sind. Er muß zu finden sein und so gilt zunächst:  

Gott ist überall für den, der an ihn glaubt,  und nirgendwo für den, der  nicht an ihn glaubt. 

Wenn Gott also hier ist, wie erkennen wir ihn dann ?  - Laut Religionsuntericht ist Gott der Schöpfer, der das ganze Universum und uns Menschen erschaffen hat. Gott ist definitiv das größte, mächtigste und weiseste Wesen. Aber er ist nicht nur allmächtig und allwissend sondern auch interessiert an unserem Geschick. Wir Menschen sind laut Bibel nicht nur Gottes Kinder sondern dessen Erben und selbst Götter. Das wäre schon ein wichtiger Hinweis:

Psalm 82,6 Wohl sprach ich: Götter seid ihr geheißen, und Söhne des Höchsten ihr alle.
und
Joh 10,34   Jesus antwortete ihnen: "Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben: 'Ich habe gesagt: Götter seid ihr'?

Schlagen wir weiter nach...
Thora, Bibel und Koran enthalten Geschichten, die gleichermaßen bei Juden, Christen und Muslimen gelten und tatsächlich einige Hinweise auf  Gottes Aussehen geben.  Da heißt es gleich am Anfang der Bibel in der Genesis  klipp und klar, daß wir Menschen nach seinem Bilde geschaffen wurden, und zwar  als Mann und Frau:

Gen 1,26-27 Nun sprach Gott: "Lasst UNS den Menschen machen nach unserem Bilde, uns ähnlich. Sie sollen herrschen über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels, über das Vieh und über alles Wild des Feldes und über alles Gewürm, das auf dem Erdboden kriecht!" Und Gott schuf den Menschen nach seinem Bilde, nach dem Bilde Gottes schuf er ihn, als MANN und FRAU schuf er sie.
 
Ein sehr bemerkenswerter Bibelvers !  Da haben wir doch einen sehr sympathischen menschlichen Gott. Wir selbst sehen aus wie Gott. Wenn man bedenkt, was Jesus noch sagte, nämlich: "Wer mich sieht, sieht den, der mich gesand hat "(Joh 12,45), "...den Vater"(Joh 12, 49)  und wer weiter weiß, daß Jesus wie jeder fromme Mensch zu Gott betete, z.B. auf Gethsemane, der kann sich nun auch vorstellen, daß Jesus ein Mensch war und Gott ein Geist ist, der in jedem Menschen wohnt und - wenn dieser es will -  auch durch ihn und mit ihm wirkt.  Lieben wir nach Gottes Willen unsere Mitmenschen, helfen ihnen und tun ihnen Gutes,  so lieben wir auch Gott, der das  gern sieht ! Auch tun wir dann Gutes für uns, denn Gottes Geist wohnt  in uns wie in Jesus und jedem und jeder anderen. Er verbindet alle durch seinen Heiligen Geist. Wir bilden eine göttliche Familie. Jeder Mann ist ein Sohn Gottes, jede Frau eine Tochter der Gottheit. Man muß von Gottvater und Muttergottheit sprechen.  Im Original heißt es in der Schöpfungsgeschichte sowieso nicht "Vater", "Gott"  oder "Lord"(englisch)  sondern "ELOHIM".  Das ist aber die Mehrzahl von "ALH" ( "Göttin",gesprochen "ELOH"), genau gesagt die Verbindung vom männlichen  Gott IL (bzw.  EL) und weiblicher Göttin ALH. Sie sind die ELOHIM, das göttliche Schöpferpaar.  Damit soll hier nur gesagt sein, daß der Geist Gottes weibliche wie männliche Polaritäten und Aspekte besitzt.

Vor der Zeit der Könige gab es auch im Judentum wie in allen anderen alten Religionen ein Götterpaar. Das ist verständlich. Unsere Kinder brauchen ja auch Mutter und Vater zu ihrer Entstehung und es heißt: "Wie oben so unten !" Fragt sich nur, warum unsere Religionslehrer nicht auf so etwas eingehen wollen. War die Einführung des Monotheismus unter König David der Grund dafür, der festlegte: Gott kann nur ein Mann sein ?! Damals entstand das Patriarchat und das blieb  auch  Christenheit und Islam erhalten. "Elohim" wurde bei den Übersetzungen gekürzt zu  "Gott" oder "Allah".  Aber die Mehrzahl ("uns") steht wie gesagt inkonsequenterweise immer noch im Text und Gott ist da definitiv kein Mann und keine Frau sondern Mann und Frau.... was jeden stutzig machen sollte.  Solche Schriften antworten nicht einfach, sondern wollen, daß man darüber auch nachdenkt..  Sie bewirken aber auch, daß man aus den wahren unendlichen grenzenlosen Geist Gottes, den man sich gar nicht vorstellen kann, vermenschlicht und schnell wurden besonders in der Antike  mächtige Personen bzw. ganze Herrscherdynastien zu Göttern erhoben und als solche angebetet. Daraus entstanden dann eine Menge falscher Götter, Mythen, Sagen und Märchen.

So bringt man wichtige Bibelstellen inzwischen auch mit außerirdischen (!) "Kulturbringern" in Verbindung. Laut Zecharia Sitchins Übersetzungen der sumerischen Keilschrifttafeln wurden affenartige Vorfahren des Menschen mit den Genen von Außerirdischen "veredelt", um kommunikationsfähige und vor allem hörige Arbeiter zu schaffen.(Sitchin: 1920-2010, Bestseller-Autor in USA, Experte für sumerische Keilschriften, Altertumsforscher )...  Die interplanetarischen Gäste, Annunaki genannt, schufen den homo sapiens aus dem homo erectus mittels Genmanipulation und bildeten nachfolgende Generationen kulturell und technisch aus, was zu der erstaunlichen  Hochkultur der Sumerer führte. Die ursprüngliche primitive Menschenrasse wurde angeblich veredelt mit Genen hochentwickelter Intelligenzen, die die Erde besuchten..  Bleiben wir aber bei der Bibel: Auch da gibt es erstaunliche Geschichten, die auf Götter oder Außerirdische bzw. uns Menschen überlegene Rassen hinweisen.  Hesekiel sieht Gott und beschreibt ihn, wie er in einer kristallenen Kuppel eines Fluggerätes sitzt und wie ein Mensch aussieht (Ezechiel 1,26). Auch erzählt die Bibel von Gottessöhnen, denen auffiel, daß die Menschentöchter zu ihnen passten.  Sie nahmen sich dann alle, die ihnen gefielen - sicher ohne viel fragen zu müssen. Daraus entstanden Riesen, die Nephilim und Anakiter...   Man kann sich gut vorstellen, daß die technisch hochentwickelten Annunaki als Götter angesehen wurden. Sie konnten fliegen, kamen von den Sternen, vom Himmel. Ähnlich geschah später bei Columbus. Er  und seine Mannschaft wurde von den Indianern wie Götter empfangen, als sie in ihren glänzenden Rüstungen über das Meer kamen.  Man betete sie an und brachte Geschenke wie Gold, Silber, Edelsteine und  Jungfrauen.   

Gen. 6, 1-4: Als die Menschen anfingen, sich auf der Erde zu vermehren, und ihnen Töchter geboren wurden, sahen die Gottessöhne, dass die Menschentöchter zu ihnen passten, und sie nahmen sich Frauen aus allen, die ihnen gefielen.....  Die Nephilim lebten damals auf Erden [und auch später noch], als die Gottessöhne mit den Menschentöchtern verkehrten und diese ihnen Kinder gebaren, jene Helden, der Vorzeit, die berühmten.

 4.Mose13, 33: Sogar die Riesen haben wir dort gesehen - die Anakiter gehören nämlich zu den Riesen. Wir kamen uns selbst klein wie Heuschrecken vor und auch ihnen erschienen wir so.

Ob man nun an Außerirdische glaubt oder nicht, obige Stellen klingen auf alle Fälle nach fremden Kulturbringern und überlegenen Rassen, woher auch immer. Vom Planeten Nibiru übersetzte Sitchin..... Immerhin wäre auch die erstaunliche Hochkultur der Sumerer erklärbar, übrigens die erste uns bekannte und historisch nachweisbare auf Erden. Ziemlich plötzlich entstanden da um 3800 v.Chr. Städte mit Infrastruktur, Kanälen, Parkanlagen, Schulen, Paläste, medizinische Einrichtungen, Hochseeschifffahrt... die Frauen trugen auf einmal modische Kleider und Frisuren.....  Die Herkunft der Sumerer ist nach wie vor unbekannt und ihre Sprache ist mit keiner anderen verwandt, es ist eine "isolierte Sprache".  Die fremden Herrscher wurden als Götter verehrt, aber diese als Götter verehrten Fremden hatten natürlich nichts mit unserem Gott gemeinsam, den wir hier suchen. Sie vergewaltigten Frauen, forderten Opfergaben, Essen und Edelmetalle und führten ein strenges Regiment über Jahrtausende, bevor sie plötzlich wieder verschwanden.   Vielleicht bezog sich im Neuen Testament der Bibel Jesus auf diese wilden alttestamentarischen Gottessöhne und deren Vater,  als er ungerechten herrschsüchtigen Tempelpriestern einmal vorwarf, daß Ihr Gott der Teufel sei:

Joh 8,44: Ihr habt den Teufel zum Vater und wollt die Gelüste eures Vaters tun. Jener war ein Menschenmörder von Anfang an und steht nicht in der Wahrheit, weil Wahrheit in ihm nicht ist. Wenn er die Lüge redet, dann redet er aus seinem Eigenen, weil er ein Lügner ist und der Vater der Lüge.

Bleiben wir  nun bei dem Gott, den Jesus lehrt. Er spricht von einem liebenden gütigen Vater im Himmel, einem Geist, einem Heiligen Geist, der in ihm wirkt:

Joh 14,9-10: Jesus sagt zu ihm: "Schon so lange Zeit bin ich bei euch, und du hast mich nicht erkannt, Philippus? Wer mich gesehen hat, hat den Vater gesehen. Wie kannst du sagen: 'Zeige uns den Vater'? Glaubst du nicht, dass ich im Vater bin und der Vater in mir ist? Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht von mir aus. Der Vater, der in mir bleibt, tut seine Werke.

Hier erkennen wir, daß Jesus von einem unsichtbaren Gott in sich spricht, eben jenem grenzenlosen Geist Gottes, den wir suchen. Dieser ist mit Jesus, spricht und handelt durch ihn.  Die mediale Gabe des Gotthörens oder auch -Sehens in einer Vision beanspruchten Priester und "Heilige" damals, die Apostel und so manche fromme Seele bis zum heutigen Tag. Manche sprechen und hören angeblich Maria, Jesus usw... möglich, aber welche Geister nun wirklich dahinter stecken, kann niemand genau wissen. Die Amtskirche reagiert ablehnend, wenn heutzutage jemand vorgibt, mit Gottvater, Jesus, Maria oder Engeln in Verbindung zu stehen. Böse Besessenheit ist für sie akzeptabler. Warum ?  - Weil sie einen Besessenen bestrafen können, einem Gottesmann aber gehorchen müssten. Käme heute Jesus ohne große Macht wieder, so würde er wahrscheinlich wieder gekreuzigt werden von der Obrigkeit - auf moderne Art freilich.  Das sagte Jesus selbst im Gleichnis von den bösen Winzern (Lukas 20,9-19), in dem die Weinbergsarbeiter (Priester) die Boten des Weinbergsbesitzers (Gott) verprügelten. Schließlich schickte der Herr (Gott) seinen Sohn (Christus) selbst:

Lk 20,14-16:
Als ihn aber die Winzer sahen, überlegten sie miteinander und sagten: 'Das ist der Erbe; wir wollen ihn töten, damit das Erbe unser werde.' Sie warfen ihn aus dem Weinberg hinaus und töteten ihn.

Was nun wird der Herr des Weinberges ihnen tun? Er wird kommen und diese Winzer zugrunde richten und den Weinberg anderen geben."



Für das Aussehen Gottes kommen nun nach all dem Gesagten zwei Möglichkeiten in Betracht: Einmal  die alttestamentarischen Darstellungen in der Genesis, wo die ELOHIM den Menschen nach ihrem Bilde schufen, und zum anderen die neutestamentarische Darstellung, daß Gott-Vater und Jesus quasi identisch seien. - Bei beiden Versionen gibt es Ansatzpunkte zur Kritik. Jesus sagt in der Bibel nirgends wörtlich, daß er Gott ist, sondern daß er Gottes Sohn sei. Gott, der Vater im Himmel, zu dem er auch betete, wirke und spreche durch ihn.Wir alle sind Gottes Söhne (bzw. Töchter)!  Es war Gottvater nicht der Mensch Jesus sondern der Geist, der durch Jesus damals sprach. Jesus war demnach Gottesmedium (Medium = Mittler), ein  Mensch. - Im anderen Fall sind da die ELOHIM. Die Nähe zu den Kulturbringern ist verdächtig, insbesondere wenn man die sumerischen Schriften und Sitchins Übersetzungen zu Rate zieht. Danach  waren die Elohim die Außerirdischen, die die Gentechnik beherrschten und aus affenartigen Hominiden nach ihrem Abbild, ihren Genen, eine Arbeiterrasse herstellten, die zu sein wir die Ehre haben.Manches spricht dafür.... Die Anunaki brauchten übrigens Gold, viel Gold für ihren Nibiru. Menschen.schufteten dafür auf und unter der Erde. Heute könnte man sich auch fragen, wo das viele Gold ist, das Jahrtausende schon in allen Winkeln der Welt gesammelt und gehortet wurde.  Es verrostet ja nicht und es müssen inzwischen Berge sein.

Der Vater im Mittler-Medium JESUS klingt glaubwürdig. Doch warum soll Gott nur väterliche und nicht auch mütterliche Qualitäten besitzen ?  Daß er nur ein Mann, "Herr" und "Lord" ist, ist doch schwer zu glauben. Lehrte Jesus vielleicht was ganz anders ? Ist seine Lehre dem Patriarchat angepasst worden ? Immerhin hatte Jesus viele Jüngerinnen, was sich schon damals für einen Rabbi nicht ziemte, und wovon man auch heute selten hört.. Bei der Kreuzigung waren sie jedenfalls anwesend sogar laut Bibel::

Matthäus 27, 55-56:  Es sahen aber dort viele Frauen von ferne zu, solche, die Jesus von Galiläa her nachgefolgt waren, um ihm zu dienen. Unter ihnen war Maria von Magdala und Maria, die Mutter des Jakobus und Josef, und die Mutter der Zebedäussöhne.

Von den männlichen Jüngern Jesu soll dagegen nur Johannes bei der Kreuzigung dabei gewesen sein.  Warum, muß man sich fragen, war Jesus bei den Frauen damals so beliebt ? In den frühchristlichen Nag Hammadi Texten wird Maria Magdalena sogar  als Jesu Geliebte beschrieben:  

Philippusevangelium (NHC II,3), Spruch 55: ...Und die Gefährtin von Christus ist Maria Magdalena. Der liebte sie mehr als [alle] (anderen) Jünger, und er küßte sie oft auf ihren [Mund]. Die übrigen [Jünger  sagten zu ihm: ,,Weshalb liebst du sie mehr als uns alle?`` Es antwortete der Erlöser, er sprach zu ihnen: ,,Weshalb liebe ich euch nicht (so) wie sie?``

Wenn man überdies bedenkt, daß der Auferstandene zuerst einer Frau erschien, so ist es durchaus glaubwürdig, daß Jesus kein Patriarch war und vieles seiner kinder- und frauenfreundlichen Lehre nicht in den Evangelien der Bibel aufgenommen wurde, weil es  der damaligen patriarchaischen Gesellschaftsstruktur zuwider war. Für Verfälschung des Evangeliums und der Bibel an sich spricht auch folgendes:  Papst Damasius I. erteilte  dem Kirchenvater Hieronymus (347-419) den Auftrag, eine Bibel im Sinne Roms herzustellen. Vorhandene bekannte Evangelien wurden an zahlreichen Stellen verändert und Hieronymus bekannte :

Wird sich auch nur einer finden, sei er gelehrt oder ungelehrt, der mich nicht lauthals einen Fälscher und Religionsfrevler schilt, weil ich die Kühnheit besaß, einiges in den alten Büchern zuzufügen, abzuändern oder zu verbessern, sobald er diesen Band [die Überarbeitung der Evangelien] in die Hand nimmt ?"

Hieronymus entschuldigte sich damit, daß er im Auftrag seines Bischofs so zu handeln  gezwungen war (Bibelfälschung  ).
Wo Hieronymus noch die Göttin Aschera beließ, da eliminierten Luther sie. Überall, wo in den Büchern der Bibel noch die Göttin genannt wurde, löschte er den Namen oder ersetzte ihn. Luther setzte das Wort "Hain" dafür ein. In 2. Kön. 13,6 steht somit "Auch blieb stehen der Hain zu Samaria." Die später revidierte Lutherfassung unserer Zeit korrigiert das und die Göttin wird wieder genannt: "Auch blieb die Aschera zu Samaria stehen."

Nach all dem sollte man nun gegenüber der Bibel etwas mißtrauischer sein und auch sogenannte verworfene Evangelien und die  wiedergefundenen Schriften Nag Hammadis beachten.  Letztere sind Bücher in koptischer Sprache, die von Bauern der Gegend Nag Hammadis in Ägypten 1945 zufällig ausgegraben wurden.  Es sollen die ältesten gebundenen Bücher der Welt sein.  Nach Meinung von Wissenschaftlern entstanden die Texte darin im 1. Jahrhundert, also im gleichen Jahrhundert, in dem  Jesus starb, und im direkt darauf folgenden 2. Jahrhundert.   Damit ist eine sehr große Nähe zu Jesu Lebenszeit gegeben. Man kann davon ausgehen, daß sie  historisch richtig berichten, richtiger jedenfalls als Matthäus, Markus und  Lukas in der später entstandenen Bibel. Denn 2007  bemerkte Papst Benedikt XVI. in seiner  Abendmahls-Messe, daß  über das Abendmahl nur Johannes historisch richtig berichtet, nicht aber die drei anderen synkoptischen Evangelien des Matthäus, Markus und Lukas. So opferte Jesus kein Lamm und aß auch keins. Genau an dem Tag, an dem die Juden ihre Abendmahls-Lämmer schlachteten, wurde  Jesus als "Lamm Gottes"  ans Kreuz genagelt.  Mit dieser Richtigstellung  fällt übrigens auch noch die einzige Stelle weg, in der Jesus Fleisch aß. Mehr dazu in der Abendmahlsmesse.

Die von Rom nicht zensierten Schriften Nag Hammadis vergrub man im 4. Jahrhundert nach Christi Geburt in Ägypten. So entgingen sie der Vernichtung durch Rom und überdauerten die Zeiten. Erst 1600 Jahre später wurden sie wiedergefunden.  Es ist  kennzeichnend, daß wieder einmal Ägypten das christliche Gut vor irdischer Macht schützte. Das erste Mal suchte die Heilige Familie in Ägypten ja Schutz vor den Kindermorden des Herodes. - Die Nag Hammadi Schriften  wurden erst versteckt, als auf dem 325 in Nicäa einberufenen Konzil das Nicänische Glaubensbekenntnis proklamiert wurde, das Jesus als wesensgleich mit Gott definierte. Abweichende Auslegungen von dieser Doktrin galten fortan als häretisch und  der  Besitz solcher Schriften wurde mit der Todesstrafe belegt !   (s. a.  http://www.nag-hammadi.com/ge/ und http://de.wikipedia.org/wiki/Erstes_Konzil_von_Nicäa ) Auf das Bild Gottes hatte das Konzil jedenfalls Auswirkung. Auch wenn Konstantin I. nach dem Konzilsbeschluß betonte, daß die Wesensgleichheit natürlich nicht körperlich gemeint sei, sondern geistig, so glaubte ab jetzt dennoch die Mehrheit der gläubigen Christen - heute noch ! - daß Jesus Gott war und Gott demnach auch so aussieht wie Jesus.  Das ist natürlich sehr simpel gedacht und passt nicht zum überlieferten Evangelium. Der Mensch Jesus betete da doch zu Gott und kann deswegen nicht selbst Gott sein: 

Lukas 22,41-44: Und er (Jesus) trennte sich von ihnen etwa einen Steinwurf weit, kniete nieder und betete: "Vater, wenn du willst, lass diesen Kelch an mir vorübergehen. Doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe." Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel und stärkte ihn. Und als er in Angst geriet, betete er noch inständiger. Und sein Schweiß wurde wie Tropfen Blutes, die auf die Erde niederrannen.

Jesus betet hier: "Nicht mein, sondern dein Wille geschehe", und einen Engel schickte ihm da Gott zur Stärkung, nicht er sich selbst.  - Natürlich kann auch das eine falsche Berichterstattung sein, aber an was in der Bibel soll man sich sonst halten ?  Mit dem Bild Gottes nach Jesu Aussehen tut es sich jedenfalls so  nicht. Jesus war ein Mensch, der zu Gott betete, Angst hatte und gekreuzigt wurde - laut Aussage der Bibel. Kaiser Konstantin I., der im Konzil zu Nicäa die wichtigste Stimme besaß,  glaubte übrigens bis zu seiner Todesstunde an den Sonnengott.... sehr  merkwürdig ! Der Kaiser wollte mit dem Konzil den heftigen Glaubensstreit der Christen  in seinem Reich beenden und Einigkeit darüber, ob Jesus Gott sei oder nicht (Arianischer Streit).  Es gelang ihm nicht und bis heute ist man sich in den christlichen Kirchen uneins wegen der Wesensgleichheit und der Trinität.... Zwei, drei getrennte Personen, Wesensgleichheit von Jesus und Vater, und dennoch ein Gott - das versteht bis heute keiner. Streit, Aufspaltungen der christlichen Kirche und Sektenbildungen waren die unrühmliche Folge...


Die politisch orientierte Erstellung einer Bibel im Sinne Roms weit über dreihundert Jahre nach Jesu Tod lassen das Neue Testament als wenig glaubwürdig erscheinen nach all dem was Hieronymus berichtete und der heutige Papst feststellt. Aber auch das Alte Testament mit den Heiligen Schriften der Juden ist laut Historikern und Archäologen der Universität Tel Aviv  mehr Dichtung als Wahrheit. Sie  fanden nach Jahrzehnten intensiven Forschens, daß viele biblischen Geschichten rein erfunden seien ( "Keine Posaunen vor Jericho", dtv 2004 ). - Erstaunliche Äußerungen aus Israel !

Wenn wir immer mehr davon ausgehen müssen, daß alle "Heiligen Schriften" der Juden, Christen und Muslime nicht  wirklich das Wort Gottes oder seinen Willen wiedergeben,  weil sie stets an die Großmacht-Interessen der weltlichen Oligarchen angepasst wurden, gewinnen die "verworfenen Evangelien" oder die wieder gefundenen alten Ur-Schriften der Christen  an Bedeutung. Mit einem gesunden Menschenverstand und einer guten Mischung von  Abstand und Toleranz sollte es möglich sein, der Wahrheit über Gott und Jesu Lehren näher zu kommen, Übereinstimmungen als den wahrscheinlich wahren Kern wieder zu finden.  Freilich muß dabei auch das von Elternhaus, Schule und Kirche eingeprägte Glaubensgebäude mit nötigem Abstand betrachtet werden, darf nicht ungeprüft als Richtschnur gelten. 

Wer nach Gott sucht, der darf den Verstand nicht daheim lassen. Nur ein wacher Geist kann Gottes Geist finden. Wissenschaft und Religion werden sich auch nicht widersprechen. Pascal Jordan stellte ganz richtig fest:  "Die heutige naturwissenschaftliche Erkenntnis liefert keinen Einwand mehr gegen einen Schöpfergott."

Wenn wir nach unserem Ursprung mit Verstandeslogik suchen, dann akzeptiert man leichter, daß der Mensch nach Gottes Bild  als Mann und Frau geschaffen wurde und daß das Schöpferwesen ein Mann und eine Frau  sein mußte. Jedes Kind hat doch Vater und Mutter und es gilt:  "Wie oben so unten !"  Nicht Einer sondern Zwei sind demnach die Schöpfer Himmels und Erden und aller intelligenten Menschen. Zweifach ist auch alles, was geschaffen wurde. Alles Leben, alle Bewegungen, alle Vorgänge setzen immer Zweifaches voraus, eine sich wie Plus und Minus oder Yin und Yang bedingende Dualität. Das ist und war ein Schöpfungsprinzip analog zu der Zweiheit Gottes. - Im Alten Testament wird dieses Prinzip erwähnt:

Jesus Sirach 42,24-25: Alle Dinge sind zweifach, das eine gegenüber dem andern, und nichts hat Gott geschaffen, das versagt. Das eine bestärkt die Vortrefflichkeit des anderen, und wer kann sich ersättigen am Anblick ihrer Schönheit? 

Auf der Suche nach Gottes Wesen finden wir neben "Unserem Vater im Himmel" noch das zweite Schöpfer-Wesen sogar in Neuen Testament. Natürlich nannten es die Patriarchen nicht Göttin oder Mutter. Sie kennen nur Vater und Sohn.  Im Johannes-Evangelium steht ganz am Anfang, daß das "Wort" bei ihm war, bevor es Luzifer, Engel, Geister und Menschen gab.  

Johannes 1,1: Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort.

Wer war dieser Mitschöpfer ? Die Mutter ? Der Heilige Geist ?  - Heute verstehen wir unter "Wort" etwas anderes als damals. Was früher viele unter dem Logos (Gedanke, Wort, Logik, Sinn, Erkenntnis, Einsicht usw...) verstand, formuliert   Eusebius von Caesarea. Er  ist der "Vater der Kirchengeschichte" (Historia Ecclesiastica) und lebte vor Hieronymus, vor Erstellung der Amts-Bibel. Er wurde 264 in Palästina geboren und starb 339. ( http://www.unifr.ch/bkv/index.htm )  So war er noch nicht gebunden an das Dogma des Konzils von Nicäa, ganz abgesehen von der Tatsache, daß Kaiser Konstantin I. von ihm sehr viel hielt. Eusebius ist überzeugt,

daß es tatsächlich ein Wesen gibt, welches schon vor der Welt lebte und war und welches als Wort  Gottes und sich offenbarende Weisheit dem Vater und dem Gott des Alls bei der Erschaffung aller gewordenen  Dinge behilflich war, lehren nicht nur die angeführten Beweise, sondern auch der eigene Mund der Weisheit selbst, welche durch Salomon klar und deutlich folgende Geheimnisse über sich offenbart:


„Ich, die Weisheit, habe mich im Zelte der Klugheit und Erkenntnis niedergelassen, und die Einsicht habe ich zu Rate gerufen. Durch mich regieren die Könige und erlassen die Herrscher ihre Gesetze. Durch mich sind die Großen groß und herrschen die Mächtigen über die Erde.“

Sophia (die Weisheit) fügt noch bei:
„Der Herr hat mich am Anfang seiner Wege für sein Werk erschaffen; vor der Zeit hat er mich gegründet. Im Anfang, vor Erschaffung der Erde, ehe noch die Wasserquellen hervorsprudelten, ehe noch die Berge aufgestellt wurden, vor allen Hügeln erzeugte er mich. Als er den Himmel bereitete, war ich bei ihm, und als er unter dem Himmel die Quellen sicherte, war ich bei ihm, um zu ordnen. Ich war es, mit der er sich täglich freute. In seiner Gegenwart freute ich mich zu jeder Zeit, da er sich ergötzte an der Vollendung der Erde.“

Die für das Verständnis Gottes wichtige Personifizierung macht  aus dem sonst unbegreiflichen Geist Gottes ein dipolares Wesen und stellt dessen zwei Pole hinaus als Gottes Sohn und Tochter, Logos und Sophia. Sie sind das  existente vollkommene Christuswesen oder der existente Gott in seiner Schöpferqualität, die erkennbaren Machtzentren seines ubiquitären Geistes. Letzteren können Menschen Gott sonst nicht begreifen. In jedem Menschenpaar sind sie zu Hause und  so gibt es tatsächlich eine göttliche Familie mit Vater, Mutter, Schwestern, Brüdern usw... und wir sind dadurch alle miteinander  verbunden.  Dem männlichen Logos (Wort und Gedanke Gottes) stand als weiblicher Aspekt die Sophia als Gottes Weisheit gegenüber. Die göttliche Weisheit nannte man damals auch die Heilige Sophia (Hagia Sophia). Sie war weiblich und ihr zu Ehren wurde die größte Kirche auf Erden gebaut, in der auch das Konzil stattfand .... Auf dem Konzil formulierte man dann jedoch den "dreieinigen Gott" mit drei streng zu unterscheidenden Personen (Hypostasen): Den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist. Das Weibliche wurde wie gewohnt unterschlagen. Wurde etwa aus der "Heiligen Sophia"  der "Heilige Geist" ? Sie hätte man besser die Muttergottheit nennen sollen.  -  Die vom Sonnnengott-Kaiser erfundene Trinität blieb ewiger Zankapfel in der christlichen Kirche, die es nun noch schwerer hatte, das wahre Wesen Gottes zu vermitteln und zu definieren. 

Es zeigt sich bei einigem Nachdenken, daß  die Schöpfung und Entwicklung von sich bewußten und intelligenten Individuen nur in der Dualität und Getrenntheit erfolgen kann. Gott selbst ist nichts ohne diese lebendige Vielfalt in sich. Durch sie erkennt und erfährt er ja sich selbst und  entwickelt sich dabei vieltausendfach in allem und jedem. Gott und Gottheit begegnen sich in jedem Mann und jeder Frau auf geistiger Ebene. Bei Tieren und Pflanzen existiert höchstens eine seelische  Ebene.. Je höher ein Menschenpaar sich in wahrer geistig-seelischer Liebe und Weisheit verbindet, desto mächtiger können die Kräfte der göttlichen Liebe von Gott und Gottheit durch sie und mit ihnen wirken, desto höher ist auch ihr Bewußtseinslevel. Gott wirkt  nur durch die "Kinder seines Geistes". Er dient ihnen so wie sie ihn lieben.  Durch sie sieht der allseiende Geist auch die gemeinsame Schöpfung.

Der an sich nie erfassbare Geist Gottes tritt in die Existenz in seinen Abbildern, in Männern und Frauen seines Geistes. Der  "Sohn Gottes" in der angeblichen Trinität ist mehr als der Mensch Jesus. Es ist das gesamte Christuswesen - die männlichen und weiblichen Abbilder des ewig unsichtbaren Gottwesens.  Der Logos, der von Anfang an bei Gott war,  entspricht  abbildlich dem Gottvater im Christuswesen und auf der irdisch-menschlichen Schöpfungsebene dem Menschen Jesus. Die Sophia hingegen entspricht abbildlich der  Muttergottheit, die auch verehrt wurde in der  mächtigen weiblichen Ruach (Gottes heiliger Geist), und angebetet wurde u.a. als Göttin Aschera. Heute erfüllt die Anbetung der Jungfrau Maria  insgeheim dem gleichen  Zweck. Auch die Christen-Menschen brauchen eine weibliche himmlische Autorität. Daß Jesus Christus für die Christen maßgeblich ist, bestreitet niemand. Daß aber die weibliche Gottheit  mindestens so viel  zu beachten ist, glaubt keiner auf Anhieb. Doch  die hervorragende Bedeutung des "Heiligen Geistes", der zu Jesu Zeiten weiblich war,  unterstreicht Jesus selbst sagend:

Wer den Vater (Gottvater) lästern wird, dem wird man vergeben;
wer den Sohn (Jesus Christus) lästern wird, dem wird man vergeben;
wer aber den Heiligen Geist lästern wird,
dem wird man NICHT vergeben, weder auf der Erde noch im Himmel.
Quelle: Thomasevangelium (NHC II,2)

Im Lukasevangelium  12.10 heißt es so:
Und einem jeglichen, der ein Wort gegen den Menschensohn reden wird, dem wird vergeben werden; wer aber gegen den heiligen Geist lästert, dem wird nicht vergeben werden.

Es ist zunächst erstaunlich, daß dem eigentlich weiblichen heiligen Geist Gottes (die Ruach, Rucha, Hagia Sophia) eine so hohe Bedeutung zukommt.  Doch der Grund ist die Unantastbarkeit der ewigen Gottheit, die im Gegensatz zur Liebe des Vaters die göttliche Ordnung und Weisheit vertritt. Wahrheit muß Wahrheit bleiben, selbst wenn man aus Liebe dies oder jenes vergibt. Auch die Gottheit ist Liebe. Sie liebt Wahrheit und Ordnung. Ordnung muß sein. Sie ist die Grundlage aller Schöpfung.  Deshalb vergibt die Gottheit in diesem Bereich nichts, sondern fordert die Konsequenz aus jedem Fehler, das nötige Lernen und Wiedergutmachen. Sie  hält fest am Ursache-Wirkungs-Prinzip.

Bleiben wir bei dem doch so wichtigen weiblichen Aspekt Gottes, der Jahrtausende aufgrund des in der Welt herrschenden Patriarchats ein Schattendsein führte, zumindest bei den großen abendländischen Weltreligionen. In der Steiermark entstand im 19. Jahrhundert das größte medial empfangene christliche Neu-Offenbarungswerk durch  Jakob Lorber. Er schrieb weit über 20 000 Seiten über Jesu Leben, über das Jenseits und Gottes Wesen. Man nennt Lorber den "Schreibknecht Gottes", denn er schrieb angeblich nieder, was der Geist Gottes ihm diktierte. Was berichtet dieser Visionär und Neuzeitprophet über Gott und die Gottheit ? Auch bei ihm vergibt die Gottheit nichts, nicht einmal ihrer Liebe - dem Gottvater !

 Laut Jakob Lorbers Offenbarungswerk "Haushaltung Gottes I." verlangte die Gottheit sogar vom Vater nach dem Sündenfall der Menschen die Wiedergutmachung ihrer verletzten Heiligkeit  durch sein Blut als Menschensohn:

J. Lorber: 'Die Haushaltung Gottes', Bd. 01, Kap.009
(Die Gottheit spricht hier nach dem Sündenfall Adams und Evas zu unserem Gottvater, der später in Jesus inkarnieren mußte. Schuld wird ihm gegeben, weil er den Menschen ihren Freiraum in der Gottheit erwirkte.)
 20] »Ich will alle Schuld auf Dich legen, gleich den Welttrümmern auf die Erde, und Du sollst tilgen die Schmach Meiner Heiligkeit, welche das ewige Band ist zwischen Mir und Dir! Und siehe, Ich verfluche die Erde, damit kein Fleck besudle Meine Heiligkeit und Ich werden würde gleich Dir ein unheiliger Gott; und dieser Fluch sei Deiner Schuld anheimgestellt, die Du auf Dich zu nehmen hast und zu tilgen für Meine Heiligkeit und zu waschen die Erde mit Deinem Blute vom Fluche der Schande durch die Sünde Adams!«
   21] Und siehe, höre und verstehe wohl, was darauf die Liebe (Gott-Vater) entgegnete und sprach, wie folgt: »Großer, überheiliger Gott aller Macht und Kraft! Es geschehe nach Deinen Worten!«
   22] Und siehe, da erlosch auf einmal all das Feuer auf der Erde und in allen den Schöpfungsräumen! Und die Trümmer der zerstörten Sonnen, Erden und Monde wurden wieder zusammengefügt durch die Macht und Kraft der von der Gottheit erhörten Liebe und ordneten sich wieder, wie sie geordnet waren im Anfange ihrer Entstehung; sie behielten aber zu ewigen Zeichen die unvertilgbaren Spuren ihrer damaligen gänzlichen Zerstörung gleich den Wundmalen der ewigen Liebe, die später in der großen Zeit der Zeiten für alle am Kreuze blutete.

Ob dies nur Dichtung oder offenbarte Wahrheit ist, muß jeder selbst entscheiden. Man erkennt hier jedenfalls kein Selbstgespräch Gottes. Gegen die Heiligkeit der allmächtigen Gottheit darf niemand sündigen ohne Konsequenzen, das kann jeder akzeptieren. Bei all ihrer Strenge hilft sie laut Johannesevangelium dennoch allen Menschen, die dem guten und ehrlichen Typus Christi entsprechen. Sie weist ihnen den Weg, ja ebnet ihn sogar und beschützt sie. Jesus Christus versprach den Jüngern nach seiner Himmelfahrt ihnen und all den Seinen Seinen Heiligen Geist zu senden, den "Paraklet"(Beistand ).  Im alten Ägypten kann man diese Gottheit unter dem Namen der Isis und auch der Hathor finden (je nach Zeit und Ort).  Ihr Antlitz ist der Seelenspiegel eines jeden. Für jene, die gottabgewandt leben, verbirgt sich hinter dem "Schleier der Isis" Schreckliches, für alle aber, die Liebe zu Gott und Menschen  haben, enthüllt der Schleier Herrliches - und sie besitzt den Schlüssel zur Himmelstür.   

Auf der Suche nach Gottvater haben wir auch die Mutter gefunden. Gottes Wesen ist keine Singularität sondern ein Doppelwesen:  Gott und Gottheit, also ein göttliches Paar, seiend Mutter und Vater, Frau und Mann, Yin und Yang, Matrix und Patrix usw.. Gott führte sicher keine Selbstgespräche vor der Schöpfung, wenn er  sagte: "Lasst uns den Menschen machen nach unserem Bilde...".    Gott und Gottheit stehen in Kommunikation seit eh und jeh. Sie sind der Ursprung jeder Kommunikation. Sie planen und erschaffen, beleben und erhalten das Leben aus Liebe und größter Weisheit.

Wie aber war das Verhältnis von Gott und Gottheit zueinander ?   Der "Schreibknecht Gottes" Jakob Lorber enthüllte dazu "ein gar großes Geheimnis" in GottesHaushaltung1,5, 1-2: Wer Ohren hat zu hören, der höre, und wer Augen hat zu sehen, der sehe; denn siehe, Ich will euch ein gar großes Geheimnis enthüllen, damit ihr sehen möget, wie sich euer liebevollster, heiliger Vater euch von Angesicht zu Angesicht zu schauen und zu genießen brüderlich gibt. Denn die Kinder müssen eingeweiht sein in die große Haushaltung ihres Vaters von Ewigkeit her!  - Die Gottheit war von Ewigkeit her die alle Unendlichkeit der Unendlichkeit durchdringende Kraft und war und ist und wird sein ewig die Unendlichkeit Selbst. In der Mitte Ihrer Tiefe war Ich von Ewigkeit die Liebe und das Leben Selbst in Ihr; aber siehe, Ich war blind wie ein Embryo im Mutterleibe!

Jesus und Gott, der "Vater", schreiben bei Lorber in der ""Ich"-Form. Gottvater befand sich laut "Lorbers Haushaltung Gottes" anfangs also blind wie ein Embryo  im Mutterleib der mächtigen Gottheit.  Weiter berichtet Lorber, daß die Gottheit  unseren Gottvater so liebte und sich so zu ihm drängte, dass es ihm heiß wurde und endlich aus dieser göttlichen Liebesglut der alles erschaffende göttliche Zündfunke entstand, das "Es werde Licht!" Damit tritt die Erkenntnis, die Sophia, in Erscheinung und in ihrem Licht waren Herrlichkeiten  über Herrlichkeiten zu sehen. Gott und Gottheit sahen voller Freude, wie all Seine Gedanken  in Ihr ausgeboren wurden und Gestalt annahmen. Gottvater als die Liebe der mächtigen Gottheit konnte Wünsche äußern, und sie, die Gottheit, erfüllte alle. Viele Wesen entstanden, aber sie erkannten sich noch nicht.  Gott und Gottheit sprachen miteinander und hatten einen großen Plan.  Der heilige Plan hatte ein Ziel, das zugleich unser Ziel ist:

GottesHaushaltung1,5, 10: Da sprach die Liebe abermals: »Lasset Uns machen, daß sie sich erkennen, damit sie dann Mich und durch Mich auch Dich erkennen mögen!« 

Alle Geistwesen wie Engel und Menschen  müssen sich zuerst selbst erkennen, wie und was sie sind. Sie müssen durch die Schule eines Menschen-Daseins gehen. Dort  können sie die Liebe Gottes suchen und finden in den Lehren Christi und den  Vater in Gott lieben lernen. Ist dies gelungen, dann ist es möglich, auch die Gottheit kennen zu lernen.

Der Heilige Geist hieß bei den Hebräern Ruach, womit hebräisch auch der Mutterschoß zusammenhängt, und Jesus nannte sie auf Aramäisch die "Rucha".  Alles sind weibliche Namen.  Man kann den Heiligen Geist der Trinität getrost die Mutter-Gottheit nennen. Das ergibt auch ein besseres Verständnis für die Dreieinheit der römischen Lehre von Vater, Sohn und Heiligem Geist (Vater, Mutter, Kind).. Man sollte nun nur noch nach der Tochter fragen. Wer ist sie ? Wie wir hörten, ist es die Sophia Christi.  Die Sophia wurde meist als Jungfrau von überwältigender Schönheit und Majestät  dargestellt.  Die männliche Gestalt, der Sohn,  ist bekanntermaßen Jesus Christus. Er ist der menschgewordene  "Logos". Eusebius von Caesarea  identifizierte den Logos als Jesus Christus, Salomon sang dafür ein Loblied auf die Sophia. Hier werden die zwei Aspekte des Christuswesens genannt, das Männliche und das Weibliche.  Sie bilden das Erlöserwesen, das allen hilft. Jesus hilft, aber Sophia hilft auch.   Zahlreiche Loblieder gab es auf die Sophia. Die byzantinische Krönungskirche der Kaiser  nannte man sicherlich auch nicht ohne Grund  "Hagia Sophia", das heißt: "Heilige Sophia". Sie galt wegen ihrer immensen, nahezu schwerelos über dem freien Hauptraum schwebenden Kuppel, die allen Erdbeben standhielt, in der Spätantike und im Mittelalter als achtes Weltwunder. Ein Jahrtausend lang war sie mit Abstand die größte Kirche der Christenheit - eben die "Hagia Sophia".  Sie besteht heute noch in einem nun allerdings islamischen Reich, das sie nicht zerstörte sondern erhielt wegen ihrer alle beeindruckenden Würde. Das Ansehen der Frau aber schwand im römischen Reich und man vergaß die ehemals beliebte Himmelskönigin, die auch als Aschera im Jerusalemer Tempel verehrt wurde vor dem Patriarchat.


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Wir leben jetzt im Zeitalter der Frau. Es baut sich auf.  Auch in der Religion feiert die Frau eine Renaissance und jetzt im 21. Jahrhundert erinnern sich die christlichen Kirchen langsam wieder an die Weiblichkeit Gottes,  verlassen ihre starren Dogmen eines nur männlichen Gottwesens. Schon in der ersten Schulklasse lernen die Kinder im katholischen Unterricht vielerorts  dieses Kindergebet, wohlgemerkt  in der Schule:

Das Kindergebet des 21. Jahrhunderts:
 
Gott wir dürfen Vater zu dir sagen, sogar "Papa" so wie wir zuhause sprechen
Bei dir dürfen wir daheim sein, du sorgst für uns wie ein Vater, der seine Kinder lieb hat und sie ernährt und beschützt.
Gott, wir dürfen auch Mutter zu dir sagen, sogar "Mama", wie unsere Mama zuhause. Du liebst uns wie eine Mutter, die ihr Kind in die Arme nimmt, es streichelt und küsst und mit allem Notwendigen versorgt.
Gott, du unser Vater und unsere Mutter, sei uns immer nahe!
 
Und auf einer Webseite des evangelischen Kirchenkreises von Bochum steht:

Das Bild des Geistes ist offen für weibliche Züge in der ansonsten von männlichen Bildern dominierten Gottesvorstellung des Christentums: Das hebräische Wort für Geist "Ruach" ist feminin, ebenso das griechische Geistwort "Sophia". 

und bringt ein Gedicht, das so beginnt:

Von Ur an:
Gott in Geselligkeit,
Gott mit Sophia,
der Frau, der Weisheit,
geboren, noch ehe alles begann.
.......



Wir Menschen sind die Ebenbilder Gottes. Jeder Mann ist ein Sohn Gottes und jede Frau eine Tochter der Gottheit. Das ist eine  logische Konsequenz aus der Tatsache, daß es ein festes Gottespaar gibt, das im Geist eins ist, aber in den Welten getrennt auftreten kann. Deswegen wurden die Menschen paarweise als Mann und Frau erschaffen und somit gehören immer zwei zusammen, ein Paar bildend, um  vollständig zu sein.  Auf Erden müssen Mann und Frau sich wieder vereinigen, um neues Leben zu schaffen. Nur zusammen schaffen sie dies. In weiterer Konsequenz bedeuten die Bibelaussagen in Genesis 1,26 und Sirach 42 obendrein, daß jeder Mensch nur die Hälfte eines Ganzen ist. Diese These wird von einem Kenner der Materie bestätigt, von  Pfarrer Greber. Er lebte von  1874 bis 1944, war kath.Priester, Anwärter auf das Bischofsamt in Trier, auf das er aber angesichts wachsender spiritueller Erkenntnisse verzichtete.  Er  formulierte das Verhältnis von Mann und Frau so:

So werdet ihr wohl ungläubig den Kopf schütteln, wenn ich sage, daß das in der ganzen irdischen Natur und bei allen Lebewesen vorhandene Gesetz der Verbindung des Männlichen mit dem Weiblichen auch in der geistigen Schöpfung in demselben Umfang gilt und gelten muß. Denn die Materie ist ja bloß eine Verkörperung des Geistigen, also bloß ein anderer Zustand des Geistes, der die geistigen Gesetze nicht aufhebt, sondern sie bloß in einer der Materie angepaßten Weise wirksam werden läßt. Wie es daher in der irdischen Schöpfung männliche und weibliche Wesen aller Gattungen gibt, so gibt es auch männliche und weibliche Geister in der geistigen Schöpfung. Die Zahl der männlichen Geister ist dieselbe wie die der weiblichen. Jedem männlichen Geist ist ein weiblicher Geist nach Gottes Gesetz zugeteilt. Beide passen vollkommen zueinander und finden in der gegenseitigen Ergänzung und in ihrem treuen Zusammenarbeiten an der ihnen von Gott gegebenen Aufgabe ihr höchstes, persönliches Glück. . .  Solche füreinander geschaffene Geisterpaare nennt man 'Duale'. Das bedeutet soviel wie: 'Zwei, die zusammengehören'. Sirach 33, 15: 'Blicke auf alle Werke des Höchsten: immer sind es zwei und zwei (also Paare) eins zum anderen gehörend.' Das sind die Ehen, die im Himmel geschlossen wurden.

Wegen unserer Definition eines grenzenlosen Geistes wollen wir hier bei  Greber den Begriff  "Geist" besser durch die gestalthabende Seele ersetzen, noch genauer durch "lebendige Seelen", das sind nämlich Seelen mit einem eigenem Geist, eigener Intelligenz. Jeder Geist besitzt analog zum Gottwesen einen männlichen Pol und einen weiblichen Pol mit entsprechenden in Inkarnationen getrennten Seelen-Abbildern. Seelen haben im Gegensatz zum Geist Form und Gestalt. Sie sind sozusagen das "Kleid" des Geistes. Mehr dazu unter Seelen und Geister

Wie sieht denn nun Gott aus ?!  

Das Gottwesen kann, ja muß,  sowohl als Gott als auch als Göttin gedacht werden, als ein bipolares Paarwesen.  Zu zweit oder einzeln ? Auch im Tempel von Jerusalem wurde lange neben dem männlichen Gott Jahwe seine Gefährtin Göttin Aschera verehrt. Diese "Himmelskönigin" wurde später gegen den Willen des Volkes von König David abgeschafft. Das Volk aber war damit nicht einverstanden. Das Volk liebte die gütige Aschera und ihr zu Ehren gab es regelmäßig Strassenfeste mit Kuchen - für jedermann kostenlos, nachzulesen bei Jeremia 44, 16-19.  Der Geist Gottes blieb  die "rucha". Er blieb im Sprachgebrauch immer weiblichen Geschlechts.  Im Volk wußte man aber nach wie vor, daß Gott in verschiedenen Gestalten auftreten kann, als Mann, als Frau,  als Mädchen oder Junge, als Greis oder Greisin. Der wegen Jesu Kreuzigung sehr trauernde Jünger Johannes erlebte das während eines Gebetes. Im "Apokryphon des Kodex Berolinensis" schildert Johannes diese seine Gottes-Begegnung einmal so:

Als ich diese Fragen in meinem Herzen bewegte, siehe, da öffneten sich die Himmel und die ganze Schöpfung, die unter dem Himmel ist, erstrahlte, und die Welt geriet in Erschütterung. Ich war ängstlich. - Und siehe (eine Vision): Ich sah im Licht ein Kind. Es stand bei mir. Als ich es aber betrachtete, wurde es ein Mann. Und der änderte seine Gestalt und wurde zu einer Frau. Als ich sie sah, wunderte ich mich, wie diese Frau in vielerlei Gestalten in dem Licht auftrat. - Es war keine Vielzahl vor mir, sondern es war da nur eine Person aber mit vielen verschiedenen Erscheinungsformen im Licht. Und die Erscheinungen offenbarten sich gegenseitig. Die Gestalt hatte aber drei wesentliche Aspekte und sie sagte zu mir:

Johannes, Johannes, warum wunderst du dich? - Hab keine Angst !
Ich bin der, der mit euch ist alle Zeit.
Ich bin der Vater, ich bin die Mutter, ich bin der Sohn.

Gott kann sich demnach in vielerlei Gestalten zeigen.  Nach dem Tod  wird Gott sich vielleicht  als das Licht am Ende des Tunnels zeigen oder  als  personifizierte Liebe, als ein Lichtwesen. Ist das gleichzeitig und an verschiedensten Orten und in verschiedenen Gestalten möglich ? Durchaus, denn es handelt sich um einen geistigen Brennpunkt des überall seienden Geistes Gottes. Die Form und Gestalt aber ziehen sich diese persönlichen Brennpunkte aus der göttlichen Seelenmatrix wie ein Kleid an. Die göttlichen Brennpunkte haben damit Kleider und Lichtgestalten ohne Zahl ! Die Kommunikation findet augenblicklich in perfekter Telepathie statt und die irdische Sprache spielt keine Rolle mehr.  So erfahren und berichten es jedenfalls jene, die Nahtoderfahrungen hatten, unabhängig von Alter, Geschlecht und Religion.

Damit hätten wir endlich die ideale Lösung für das Aussehen des gesuchten Schöpferwesens. Das Bild entsteht in unserer Seelensphäre nach unseren Vorstellungen und passend zur Situation. Der Geist ist überall und unsichtbar. Trifft er jedoch auf eine Seelenmatrix, so erscheint er darin wie das am Nachthimmel noch unsichtbare Sonnenlicht, wenn es auf dem Mond oder einen anderen Himmelsköper trifft.  So ist es erklärbar, daß Christus oder Engel gleichzeitig verschiedenen Menschen erscheinen können. Auch ein vollendeter Menschengeist wird einmal in verschiedenen Seelenwelten erscheinen können,  indem er sich das passende Seelenkleid anlegt. Im Traum könnt er seinen Enkeln als  Opa oder Oma erscheinen und sich gleichzeitig an anderen Orten mit Freunden unterhalten oder mit Jesus lustwandeln.  Voraussetzung für eine unbeschränkte Multidimensionalität ist sicherlich, daß der betreffende Menschengeist wiedergeboren ist, d.h. sich im Vollbewußtsein befindet, auf Erden hat jeder nur das enorm eingeschränkte Ein-Bewußtsein. In den Himmel kommen  nur vollkommene Menschen. Da gibt es  keine "halben Menschen" mehr wie auf der Erde,  keinen einzelnen Mann, keine einzelne Frau. Besonders erfreulich: Einst getrennte aber zueinander gehörende Partner eines Geistes finden sich wieder, wie es Pfarrer Kreber oben formulierte.  Im Himmel gibt es keine Ledigen mehr und es wird dort auch weder gefreit noch geheiratet, wie geschrieben steht:

Matthäus 22,30: Denn bei der Auferstehung heiraten sie nicht und werden nicht geheiratet, sondern sind wie die Engel im Himmel.

Thomas-Evangelium: Jesus sprach zu ihnen: Wenn ihr aus zwei eins macht .... und wenn ihr aus dem Männlichen und dem Weiblichen eins  macht ...... dann werdet ihr in das Königreich eingehen.

Im Himmel ist man  kein "Kind Gottes" mehr, sondern erwachsen und ein vollkommener Engel Gottes. Der Naturforscher und Theologe Emanuel Swedenborg (1688-1772) war ebenso wie Jakob Lorber ein großer Visionär seiner Zeit und berichtete von den vollkommenen Engeln, daß er sie als seelige Paare von Mann und Frau im Himmel gesehen und gesprochen habe. Dort im Himmel sind alle Mitschöpfer und Geschwister Christi, des existenten Gottwesens:

Matthäus 12,50: Denn jeder, der den Willen meines Vaters im Himmel tut, der ist mir Bruder und Schwester und Mutter."

"Mutter" sagte Jesus hier wegen einer Anspielung im Kontext auf seine irdische Mutter Maria. Die göttliche schöpferische  alle beseeligende Liebe von Gott und Gottheit ist die seeligste Liebe zwischen Zueinandergehörenden. Zusammen bilden sie eine große göttliche Familie. Sie helfen  einander und auch allen noch in finsteren Regionen zurückgebliebenen Seelen. Zusammen sind sie das Antlitz Gottes, seine Arme, seine Liebe, Weisheit und Macht. Erst durch sie erlebt und erkennt sich das unendliche nicht exstenzielle Gottwesen selbst und wirkt auch durch sie. 

Alle, die Christus im Herzen tragen, und alle, mit denen der Heilige Geist geht,  sind ebenfalls lebendige  Bilder Gottes: Sein Wort, Seine Arme, Seine Engel, Er selbst  - Das bedeutet nachfolgende Aussage Jesu: 

Johannes 10, 33-36: Die Juden antworteten ihm: Wegen eines guten Werkes steinigen wir dich nicht, sondern wegen Lästerung, und weil du, der du ein Mensch bist, dich selbst zu Gott machst. Jesus antwortete ihnen: Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben: "Ich habe gesagt: Ihr seid Götter"? Wenn er jene Götter nannte, an die das Wort Gottes erging - und die Schrift kann nicht aufgelöst werden -, sagt ihr von dem, den der Vater geheiligt und in die Welt gesandt hat: Du lästerst, weil ich sagte: Ich bin Gottes Sohn?"

Das bedeutet, daß Jesus Gott ist. Es bedeutet aber auch, daß alle Götter sind, mit denen das Wort Gottes ist.
Wir erinnern uns: Das Wort war von Anfang an bei und mit Gott und der Zündfunke der Schöpfung.

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Das eigentliche grenzenlose unfassbare Wesen Gottes hat viel mit Gedanken und Gefühlen, Kommunikation, Liebe und Intelligenz sowie Kräften aller Art zu tun. Es manifestiert sich in zahllosen gewaltigen Schöpfungen durch Engel und Menschen-Geister, über die es in allen Welten und zu allen Zeiten quasi wie persönlich in vielerlei Gestalten auftreten kann - so auch in dir oder mir. Allein damit hat das Gottwesen zahllose Gesichter und kann sich obendrein höchstpersönlich und in einer eigenen Gestalt jedem und jeder zu jeder Zeit zeigen. Auch der gesamte Schöpfungsmensch ist ein Bild Gottes. Wer schon jetzt wenigstens einen Zipfel seines Gewandes mit Leibesaugen sehen möchte, der schaue nur in den nächtlichen Sternenhimmel und staune, daß Gottes Geist, der all diese unermeßlich großen Himmelskörper erschuf und erhält, in so einem winzigen Erdenmenschen Platz genommen hat, um uns zu seinen Erben zu machen durch das Wort, das Er uns brachte.. siehe Christus.